Aktuelles

Laufendes Jahr


Der Bundesrat setzt den BVG-Mindestzins für 2018 auf 1% fest

 

Der Bundesrat hat entschieden, den Mindestzinssatz in der obligatorischen beruflichen Vorsorge für das Jahr 2018 bei 1 Prozent zu belassen. Er wird die Entscheidungsgrundlagen zur Festlegung des Mindestzinssatzes bis nächsten Sommer analysieren.


Technischer Referenzzinssatz 2018

 

Die Schweizerische Kammer der Pensionskassen-Experten (SKPE) hat den technischen Referenzzinssatz gültig per 31. Dezember 2017 mit 2.0% (Vorjahr 2.25%) ermittelt.

 

Die heutige Pressemitteilung und weitere Informationen können unter http://www.skpe.ch eingesehen werden.


Mission failed!

 

Das Schweizer Stimmvolk hat am 24. September 2017 die Altersreform 2020 klar abgelehnt. Auch die Erhöhung der Mehrwertsteuer zu Gunsten der AHV wurde knapp abgelehnt.

 

Kommentar:

Das vorgeschlagene Reformpaket war sicherlich keine optimale Lösung. Aber es wäre ein kleiner Schritt in die richtige Richtung gewesen. Bundesrat und Parlament haben 7 Jahre gebraucht, um dieses Paket vor das Volk zu bringen. Nun wird es dauern, bis eine neue Vorlage abstimmungsreif sein wird, die Probleme/Herausforderungen bleiben. Die grosse Frage lautet, was passiert nun in den nächsten Monaten und Jahren bis zu einer allfälligen erfolgreichen Reform?

 

AHV: die Einnahmen-/Ausgabenrechnung der AHV wird gemäss Prognosen in den nächsten Jahren immer schlechter und die Reserven der AHV werden sukzessive aufgebraucht. Der (Leidens-)Druck wird hier schneller steigen als in der zweiten Säule. Es ist also davon auszugehen, dass eine Reform der AHV alleine zeitnah angestrebt wird.

 

Zweite Säule: Der gesetzliche Mindestumwandlungssatz ist und bleibt rechnerisch falsch und die Verankerung im Gesetz sachfremd. Da aber die meisten Schweizer Pensionskassen sogenannte umhüllende Kassen sind und mehr als das gesetzliche Minimum versichern haben sie die Möglichkeiten, die Finanzierung und die Leistungen nach objektiven Kriterien anzupassen. Die allermeisten dieser Kassen haben das auch bereits getan. Die Kassen, welche nur das gesetzliche Minimum versichern, werden zusätzlich Umlagebeiträge erheben müssen, um die weiter steigenden Pensionierungsverluste zu decken. Diese Kassen entwickeln sich zunehmend hin zu umlagefinanzierte Kassen. Gerade die Vorsorgeeinrichtungen der Lebensversicherer zählen zu dieser Art der Kassen. Sie werden ihre Risikobeiträge deutlich erhöhen müssen und somit zusehends preislich unattraktiv. Generell hängen die Leistungsparameter der Pensionskassen in erster Linie von den erzielten und für erzielbar erachteten Anlageerträgen ab. Wenn die Versicherten auch in Zukunft mit 64/65 in Rente gehen wollen, müssen sie entweder höhere Sparbeiträge einzahlen oder tiefere Renten in Kauf nehmen. 


BERAGUPDATE 09/2017: BERAG geht bei der Digitalisierung der Pensionskassen voraus

 

Sehr geehrte Kunden, sehr geehrte Geschäftspartner

 

Die meisten von Ihnen waren wahrscheinlich in den vergangenen Monaten in Ihrem Kerngeschäft in der einen oder anderen Form mit dem Thema Digitalisierung beschäftigt. Auch im Pensionskassenwesen sind in diesem Zusammenhang grosse Veränderungen angezeigt. Die BERAG treibt die Entwicklung von der Spitze aus an und möchte Sie kurz über die Zielsetzungen, den aktuellen Stand und die nächsten Schritte informieren.

 

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Pensionskassen und Digitalisierung / Auf neue Gewohnheiten eingehen

 

In der Sonderausgabe der Schweizer Personalvorsorge durften wir einen Artikel zur Digitalisierung platzieren.

 

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Dienstleistungsbeschrieb BERAG im neuen Branchenverzeichnis der Schweizer Personalvorsorge

 

Die Schweizer Personalvorsorge hat im Rahmen einer Sonderausgabe ein Branchenverzeichnis der Schweizer Pensionskassendienstleister veröffentlicht.

 

Die entsprechenden Ausführungen darin über die BERAG finden Sie hier


Altersvorsorge 2020

 

Am 17. März 2017 hat das Parlament in der Schlussabstimmung die Rentenreform Altersvorsorge 2020 angenommen. Nun folgt die Volksabstimmung am 24. September 2017. Diese ist notwendig da es sich bei der Erhöhung der Mehrwertsteuern um eine Verfassungsänderung handelt, welche dem obligatorischen Referendum unterliegt.

 

Nachfolgend sind die wichtigsten Änderungen kurz zusammengefasst:

 

Referenzalter 65 für Frauen

Das ordentliche Pensionsalter (neu Referenzalter genannt) wird für beide Geschlechter auf Alter 65 festgelegt. Für Frauen wird ab dem Jahr 2018 bis ins Jahr 2021 das Rentenalter jährlich um 3 Monate erhöht. 

 

Flexibler Altersrücktritt

Sowohl in der AHV als auch in der beruflichen Vorsorge kann der Versicherte künftig zwischen Alter 62 und 70 in den Ruhestand treten. Die Pensionierung kann auch in maximal 3 Teilschritten erfolgen. Pensionskassen können weiterhin freiwillig in ihrem Vorsorgereglement eine vorzeitige Pensionierung frühestens ab Alter 60 (bisher 58) vorsehen. Ausnahmen gelten bei Entlassungen durch den Arbeitgeber und Restrukturierungen sowie aus Gründen öffentlicher Sicherheit.

Für erwerbstätige Rentner fällt in der AHV der Freibetrag weg, dafür werden nach dem Referenzalter bezahlte Beiträge berücksichtigt.

 

Senkung Rentenumwandlungssatz 

Der BVG-Umwandlungssatz wird der gestiegenen Lebenserwartung und den tieferen Zinsen angepasst. Er wird bis ins Jahr 2022 von 6.8% auf 6.0% gesenkt. 

 

Massnahmen zur Erhaltung des Leistungsniveaus

Der Koordinationsabzug wird reduziert, so dass sich der versicherte Lohn, auf welchem die Sparbeiträge entrichtet werden, um mindestens CHF 3‘525 erhöht. Durch das neue Berechnungsmodell werden die versicherten Löhne bei tieferen Einkommen stärker steigen als bei den höheren Einkommen.

Die Altersgutschriften in den Altersbereichen 35 bis 54 werden um 1% erhöht.

Versicherte in der Übergangsgeneration (Jahrgang 1974 und älter) erhalten eine Rentengarantie auf dem Leistungsniveau vor Senkung des Umwandlungssatzes, welche den Pensionskassen durch Zuschüsse aus dem Sicherheitsfonds gedeckt werden.

Neurentner erhalten ab 2019 einen AHV-Rentenzuschlag von CHF 70 pro Monat. Zudem werden AHV-Renten von Ehepaaren auf 155% der Maximalrente plafoniert (bisher 150%). Zur Finanzierung dieser Ausgleichsmassnahme werden die AHV-Beiträge ab 2021 um 0.3% angehoben.

 

Massnahmen zur Sicherstellung der Finanzierung der AHV

Aufgrund der demografischen Entwicklung muss zur Finanzierung der AHV zudem die Mehrwertsteuer erhöht werden. Dies erfolgt in 2 Schritten: Ab 2018 0.3%, diese wird die bisherige Zusatzfinanzierung für die IV ablösen, welche Ende 2017 ausläuft. Ab 2021 wird die Mehrwertsteuer nochmals um 0.3% erhöht.

 

Abstimmungsempfehlung

Unbestritten ist das ganze Paket nicht perfekt und kompliziert und die Stimmberechtigten werden gefordert. Sicher ist auch, dass jeder ein Haar in der Suppe findet, denn es braucht von allen Seiten Opfer um unser Sozialversicherungssystem für die Zukunft fit zu machen. Nichts desto trotz profitieren aber auch alle und sei es nur dadurch, dass das System auch für die kommende Generation gesichert wird.

Konsequenzen für die Versicherten: Der tiefere BVG-Umwandlungssatz wird viele Versicherte nicht direkt betreffen, da sie in Pensionskassen versichert sind, die höhere Leistungen versichern als nur das BVG-Minimum und die ihren Umwandlungssatz längst der Realität angepasst haben. Mit dem künftigen Zuschlag von CHF 70 zur AHV erhalten die Neurentner nun eine Kompensation für die bereits vollzogene Umwandlungssatzsenkung.

Versicherte stärken künftig ihre Altersvorsorge durch höhere Sparbeiträge. Dadurch sinkt aber das momentane Einkommen. Aber: wie es schon zu Grossmutterzeiten sinngemäss hiess: Spare in der Zeit, so hast du in der Pension. Ohne Erhöhung der Sparbeiträge lässt sich das Rentenniveau nicht halten. Dass wir immer länger leben dürfen ist ja schliesslich grossartig.

Konsequenzen für die Rentner: Das durchschnittliche Renteneinkommen beträgt nach neuesten Erhebungen des Bundesamtes für Statistik rund CHF 60‘000 pro Jahr. Geht man davon aus, dass Mieten bzw. Hypothek, Krankenkassenprämien plus Steuern 40% des Renteneinkommens ausmachen, welche nicht mehrwertsteuerpflichtig sind und die restlichen 60% wieder in den Wirtschaftskreislauf fliessen und dort mehrwertsteuerpflichtig sind, beträgt die Mehrbelastung der Rentner ab 2021 durch die Erhöhung der MwSt. um 0.3%-Punkte ca. CHF 100 pro Jahr bzw. ca. CHF 8 pro Monat.

 

Wir unterstützen daher die Reform, damit die Rentenleistungen auch für die nächste Generation sichergestellt bleiben.

 

Hier finden Sie weitere Informationen für die Abstimmung vom 24. September 2017.

 

Bei Fragen stehen wir gerne zu Ihrer Verfügung!


Pensionskassen-Rating 2017 – das wichtige Thema der Vermögensverwaltungskosten fehlt weitgehend

 

Am 11. Juni 2017 hat die Sonntagszeitung zum zwölften Mal das Pensionskassen-Rating, auch als „Sammelstiftungsvergleich“ bekannt, publiziert.

 

Man kann von solchen Ratings halten was man will. Interessant sind sie allemal. Denn es werden in der Regel öffentlich zugängliche und damit „offizielle“ Daten der teilnehmenden Kassen gezeigt und einander gegenüber gestellt.

 

Seit Beginn lag der Fokus in diesem Rating auf den sogenannten Risiko- und Verwaltungskosten, welche die Teilnehmer für den angefragten Referenzbestand offerieren. Selbstverständlich ist es für ein Unternehmen wichtig zu wissen, wie viel Geld als „a-fonds-perdu-Beiträge“ in die jeweiligen Kassen eingezahlt werden müssen. Aber in ihrer Dimension ist diese Kostenkomponente im Vergleich zur Verzinsung der Altersguthaben und zu den Vermögensverwaltungskosten schlicht sekundär. Die Verzinsung der Altersguthaben wird im Rating entsprechend auch ausgewertet und prämiert. Aus der Warte der Versicherten ist das die mit Abstand wichtigste Kennzahl, vor allem über einen langen Zeitraum betrachtet.

 

Was aber im Rating völlig untergeht ist die kritische Analyse der Vermögensverwaltungskosten. Denn Jeder Basispunkt Vermögensverwaltungskosten muss zuerst erwirtschaftet werden, ohne dass der Versicherte, mit dessen Geld die Kosten zu decken sind, etwas davon hat!

 

Nach gesundem Menschenverstand und elementarer Schulbildung müsste man davon ausgehen, dass die Vermögensverwaltungskosten die Anlagemanager für deren Leistungen entschädigen oder mit anderen Worten, je höher die Vermögensverwaltungskosten, desto besser die Anlagerendite.

Eine einfache grafische Darstellung lässt aber zumindest für das Jahr 2016 nicht annähernd einen solchen Zusammenhang ersehen:

Anlagerendite 16 vs OAK TER 16

Aber auch ein langjähriger Vergleich (Zahlen dafür liegen nur für die Anlagerenditen, nicht aber für den OAK TER vor) zeigt kein fundamental anderes Bild.

Anlagerendite 07-16 vs OAK TER 16

Erkenntnis 1: Viele Kassen bezahlen hohe Vermögensverwaltungskosten, ohne dass die Versicherten dadurch bessere Anlagerenditen erhalten.

 

Eine zweite, naheliegende Vermutung dürfte sein, dass Grösse Kostenvorteile bringt. Wenn man aber die Vermögensverwaltungskosten der einzelnen Kassen vergleicht, so ist auch diese Vermutung nicht ansatzweise zu bestätigen.

Kassengrösse vs OAK TER 16

Erkenntnis 2: Grösse scheint im Schweizer Sammelstiftungswesen keine Kostenvorteile im Bereich der Vermögensanlage zu bringen.

 

Die dritte äusserst aufschlussreiche Erkenntnis aus dem diesjährigen Pensionskassen-Rating lautet:

 

Erkenntnis 3: die grössten teilnehmenden Pensionskassen, nämlich die Lebensversicherer, weisen schon gar nicht erst Vermögensverwaltungskosten aus! Obwohl dies die OAK den Pensionskassen vorschreibt (Weisung 02/2013).

 

Fazit: das Pensionskassen-Rating trägt interessante Daten zusammen. Die Analysen könnten aber wesentlich wichtigere Erkenntnisse zu Tage fördern!  


Bundesgericht veröffentlicht merkwürdige Auslegung zur Risikofähigkeit von PKs

 

Das Bundesgericht hat unter 9C_752/2015 einen weiteren Leitentscheid veröffentlicht. Eine unserer Ansicht nach gute Zusammenfassung der Erwägungen finden Sie im Blog von RA Franziska Bur Bürgin unter https://blog.ludwigpartner.ch/de/2017/02/willkommen-zum-lp-blog-bvg

 

Darin galt es unter Anderem zu beurteilen, ob der Stiftungsrat seine Pflichten im Zusammenhang mit der Festlegung und der Überwachung der Umsetzung der Anlagestrategie seiner Pensionskasse wahrgenommen hat. Das Bundesgericht hat sich sehr ausführlich mit der Risikofähigkeit der betroffenen Pensionskasse befasst und Schlüsse gezogen, die wohl nur in diesem ganz konkreten Fall und im Kontext der damaligen Zeit gedeutet werden dürfen. Lesen Sie mehr dazu in unserem Kommentar dazu.


BERAG digitalisiert das PK-Geschäft

 

Die Digitalisierung ergreift immer weitere Branchen. Auch die Digitalisierung des PK-Geschäfts wird nicht aufzuhalten sein. Deshalb hat die BERAG getreu ihrer Philosophie als ständiger Innovator das Thema bereits vor zwei Jahren aktiv aufgenommen und die Initiative ergriffen.

Zusammen mit weiteren Investoren haben wir mit der DigitalPK AG eine Firma gegründet, welche die entsprechenden Portallösungen für Versicherte, Firmen und Broker entwickelt. Der Grundsatz heisst „Everything, anytime, anywhere“. Die Versicherten, die Firmen und ihre Berater sollen jederzeit und jedenorts in der Lage sein, alle ihre PK-Anliegen device-unabhängig erledigen zu können. Dazu haben wir eigene Apps entwickelt, welche an alle scharfen Systeme wie Versichertenverwaltung, Stiftungsbuchhaltung, elektronische Archive, Anlagereportingsysteme etc. angehängt sind und realtime die aktuellen, individuellen Informationen liefern. Auch alle Geschäftsvorfälle wie Eintritt, Austritt, Einkauf, WEF etc. können ohne Formulare und ohne Merkblätter auf einfachste Weise abgewickelt werden.